30 7 / 2014

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Schon die Einweiserin vor dem Parkhaus ist Teil der großen Show. Sie trägt ein neongelbes Kleid zum Dutt, darunter grelles Blockstreifen-Make-Up. Ja, Gäste der Party dürften umsonst parken. Wir sind nicht die ersten. Das vielstöckige Parkhaus auf dem Gelände der Düsseldorfer Schwanenhöfe ist um kurz nach halb acht schon gut gefüllt. Der Weg zur Halle, in der die „Global Night of Shoes & Accessories“ steigt, ist kurz. Glück für coolibri-Fotografin Katja Früh, die eigens zu diesem Anlass die orangen Daisy Duck-Schuhe bought in Reykjavik angeschnallt hat. Die sollen nicht die letzte modische Auffälligkeit bleiben. Schon im Eingangsbereich geht es weiter: Eine Dame in pinkem, hautengem Dress und, wie Früh nach einem etwas zu langen Blick treffend bemerkt, „komplett ohne Bauch“. Ein Herr in gepunkteten Shorts. Eine Korsagenträgerin, deren Hüftumfang dem eines ziemlich schlanken Damenoberschenkels entspricht und der so gar nicht zu ihren auffällig großen Brüsten passen will. Im Inneren der Halle geht die Reizüberflutung weiter. Gleich hinter dem Emfangscounter steht Stylist Rolf Buck und gibt einem Fernsehteam ein Interview. Ex-GNTM-Juror Peyman Amin, Bloggerin Alina Knips und Fortuna-Trainer Oliver Reck sind ebenfalls anwesend. Überdimensionale Blumen aus High Heels schmücken die Halle. Auf einem Tisch: ein Schuh nebst dazugehöriger Handtasche. Kollegin Früh steuert zielsicher darauf zu und streckt gierig ihre Hände nach der Fußbekleidung aus, von der sie vermutet, dass sie aus Schaumstoff ist – oder aus Marshmallows. Das Material entpuppt sich unglücklicherweise als sensibler. Schuh und Handtasche sind Sahnetorten – und Frau Früh braucht nach dem Fauxpas erst mal eine Serviette.

Gibt’s draußen am Buffet. Hinter den Grills, auf denen Würste, Huhn, Lachs und mehr lagern, sind die undankbarsten Arbeitsplätze des Abends, der auch ohne Nähe zum offenen Feuer schon ein sehr schwüler ist. Dem Appetit unsererseits tut das keinen Abbruch. „Möchtest du auch Kartoffelsalat mit Pulpo?“, fragt Früh. Sie selber kombiniert ihn mit Grünzeug, Lachs, Brot und – als Reminiszenz an ihre Möchte-gern-Heimat Las Vegas – einem riesigen Ketchup-See. Mit der lukullischen Beute verziehen wir uns unter das Kunststoff-Dach und ebenda ganz vorne an der Bühne. Schließlich soll hier später noch Beth Ditto, Sängerin in Diensten von Gossip, ein Acoustic Set spielen. Schon jetzt lauern knapp zwei Dutzend Fotografen und Kameramänner vor der schlichten, in weiß gehaltenen Bühne. Auch auf den schlacksigen Herrn im roten Polo-Shirt, der direkt vor uns Platz genommen hat, richten sich ab und an die Objektive. Wer könnte das sein?

Während wir noch darüber rätseln, füllt sich das überdachte Open-Air-Areal, die Musik aus den Boxen wird lauter. Und vieles um uns herum entspricht den Klischees, die die Landeshauptstadt – Imagekampagne hin oder her – nicht abschütteln kann. Zahlreiche Damen haben bestenfalls einen Gemüsespieß auf dem Teller. Blond ist die dominierende Haarfarbe. Was die eigene Optik angeht, haben die allermeisten naturellement nichts dem Zufall überlassen. Die Haare sind perfekt gestylt. Und auch die Make-Up Artists dürften gestern Großkampftag gehabt haben.

Dass allein ein perfektes Äußeres kein perfektes Amüsement garantiert, macht dann der Star des Abends klar, der wie eine Granate in den Schwanenhöfen einschlägt. Beth Ditto sieht auf dem Kopf aus wie eine Melange aus Wischmob und Struwwelpeter, trägt ein schwarz-weißes Kleid zu flachen Schuhen. Ein breiter Gürtel betont ihre nicht vorhandene Taille. Sie mag nichts von Low-Carb-Kost, Kalorienzähl-Apps oder Personal Trainern verstehen, aber von Spaß versteht sie was. Spaß ist sozusagen ihre Kernkompetenz. Neben Singen natürlich. „Thanks for voting me Miss Germany“, begrüßt sie die Anwesenden und versucht sich im Anschluss wie immer mit mäßigem Erfolg in der Sprache ihres Lieblingslandes Deutschland. Dann wird gesungen. Und wie! Nur begleitet von einer Akustik-Gitarre schmettert sich Ditto durch ein kurzes Potpourri aus Cover-Versionen, darunter „Killing me Softly“. Nicht jeder weiß die Sangeskunst entsprechend zu würdigen. Viele Gespräche verstummen während des musikalischen Sets nicht. Jene, die ganz vorne stehen, aber bekommen den sehr derben Humor von Frau Ditto zu spüren. „Do you smell my pussy?“ fragt sie in die erste Reihe. In der Tat ist ihr Dress so überlappend geschnitten, dass eine falsche Bewegung ihren Schlüpfer freilegen könnte. So die Wuchtbrumme denn überhaupt einen trägt. Mit der Gossip-Nummer „Heavy Cross“ verabschiedet sich die Protagonisten nach ca. 20 Minuten von der Party. Was bleibt, sind Gerüchte. 15.000 Euro Gage soll sie für den Kurzauftritt bekommen haben. Und nun soll sie mit dem Fotografen Gerrit Starczewski, der für seine Serie „Dancing Shoes“ auch ihre Schuhe im Bild festgehalten hat, unterwegs sein. Wo sie wohl den Rest des Abends verbracht hat? Auf dem Oberdeck des Parkhauses war sie jedenfalls nicht, die Idee hatte außer uns offenbar niemand. Der Blick über das nächtliche Flingern-Süd inklusive Automeile aber hatte etwas Berauschendes.

PS: Wer der Mann im roten Polo-Shirt war, haben wir dann auch noch rausgefunden. Frank Spilker, Sänger der Sterne. Wieso haben wir den eigentlich nicht erkannt?

Text: Alexandra Wehrmann, Fotos: Katja Früh

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30 7 / 2014

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Liebes Tagebuch,

ein ganz schönes Hundswetter ist das im Moment da draußen. Regen, nichts als Regen, Blitz und Donner – da geht doch kein Hund vor die Tür, und ich schon mal gar nicht. Hach, wie ich diese Hundstage liebe! Den ganzen Tag… ah, Moment, ich muss mich gerade mal kratzen.

Wo war ich? Ach ja, die Hundsta… verdammt, wieso juckt das denn so?! Sekunde, ich höre da verdächtige Geräusche: Der Schlüssel klimpert, die Jacke raschelt – Isabell wird doch nicht ohne mich aus dem Haus gehen? Das kommt ja wohl gar nicht in die Tüte! Da muss ich doch mal schnell nachschauen, bis gleich!

Na, das war ja wohl ein Satz mit x. Lust rauszugehen, hatte ich bei dem Regen ja sowieso nicht, deswegen war ich froh, als wir das Auto ansteuerten. Sicher würde dies nur eine dieser Einkaufstouren, bei denen ich im Auto sitzen bleiben dürfte, während Frauchen irgendwelche Menschensachen machte. Aber von wegen! Ehe ich wusste, wie mir geschah, befand ich mich in einem merkwürdigen Haus wieder, genannt „Dog Point“, wo meine Spürnase mir direkt verriet, dass dort bereits viele meiner Artgenossen vor mir dagewesen waren. Panik stieg in mir auf, als ich den silbernen Tisch entdeckte: Wir waren doch nicht etwa beim Tierarzt?! Den Onkel Doktor kann ich nämlich so gut leiden wie alle Skateboarder, Motorradfahrer, Türklingeln und Postboten zusammen. Nämlich gar nicht.

Auf den silbernen Tisch gesetzt, verfiel ich in meine übliche Angststarre und setzte einen Tunnelblick auf – irgendjemand würde sich doch wohl meiner erbarmen? Isabell dachte aber nicht daran, hielt mich vorne am Hals fest, während sich eine Unbekannte frohen Mutes an mir zu schaffen machte. Ich kniff die Augen zusammen und verdrängte Gedanken an Spritzen und Thermometer – doch huch, was war das? Das war ja gar nicht so unangenehm! Die Unbekannte, die übrigens Anna-Lena Wrzosek heißt, rupfte und zupfte, mit beherztem Griff, meine überflüssigen Haare heraus. Mein über die Monate gesprossener Wildwuchs löste sich innerhalb von Minuten in weiße Büschel auf, die wie Schneeflocken vom Tisch rieselten. Was für eine Erlösung! Das hundische Friseur-Programm endete schließlich in einer Badewanne, in die ich als Wasserratte nur zu gerne einstieg. Nur der Fön, der hätte dann doch nicht sein müssen – trotz Ohrenschutz. Naja, was tut man nicht alles für die Schönheit! Mit meinem neuen Haarschnitt sehe ich bestimmt 5 Jahre jünger aus - und jucken tut’s auch nicht mehr.

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29 7 / 2014

Juicy Beats Festival 2014: Den Rest unserer Bilder und Nachberichte gibt es auf coolibri.de/juicybeats

28 7 / 2014

Juicy Beats Festival, deine Besucher sind tatsächlich die Schönsten. Ob emotional, hardcore, jung, verrückt, verliebt oder alles auf einmal: Auf dem Festival im Dortmunder Westfalenpark konnte man sie alle treffen.
Fotos: Ricardo Nunes
Mehr: Alle Bilderstrecken auf coolibri/juicybeatsbilder.de

27 7 / 2014

Bei genauer Betrachtung fällt auf: Wir waren schon früh vor Ort :) Was wir da so getrieben haben? Ab morgen auf coolibri.de

#juicybeats #festival #bändchen #dortmund #westfalenpark #uhr

Bei genauer Betrachtung fällt auf: Wir waren schon früh vor Ort :) Was wir da so getrieben haben? Ab morgen auf coolibri.de

#juicybeats #festival #bändchen #dortmund #westfalenpark #uhr

27 7 / 2014

So sieht übrigens der Backstagebereich aus. Kann man machen ;-) #juicybeats #dortmund  #westfalenpark #coolibri

So sieht übrigens der Backstagebereich aus. Kann man machen ;-) #juicybeats #dortmund #westfalenpark #coolibri

26 7 / 2014

Stellt euch zu dem Foto noch den Sound von über Tausend singenden Leuten vor. #juicybeats #juicybeats2014 #jb14 #alligatoah

Stellt euch zu dem Foto noch den Sound von über Tausend singenden Leuten vor. #juicybeats #juicybeats2014 #jb14 #alligatoah

25 7 / 2014

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Liebes Tagebuch,

wie du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, ist der Sommer da. Wenn die Temperaturen steigen, wird’s mir unter meinem Fell manchmal ziemlich warm. Lange Gassigänge sind da nicht drin – eher schon ein Nickerchen auf dem kühlen Fliesenboden. Schließlich darf ich in meinem Alter meiner Pumpe ja auch nicht zu viel zumuten. Mein Frauchen Isabell sieht das aber ein bisschen anders. Du kennst mich, ich schlafe gerne, aber noch viel lieber bin ich niemals alleine. Darum sah sie sich gezwungen, mich in den menschlichen Sommeraktionismus einzubinden. Wenn ich alleine bin, denke ich nämlich nicht ans Schlafen, sondern daran, wie ich auf eindrucksvolle Weise das Wohnzimmer umdekorieren könnte. Oder besser gesagt: Wie ich in meinem hundischen Wortschatz bestmöglich ausdrücken kann, dass ich beleidigt bin.

Der menschliche Tatendrang mündete also in der Überlegung, uns beide gleichermaßen froh und sonnenbeglückt zu stimmen. Die Sonne lass’ ich mir ab und zu nämlich auch gerne mal auf den behaarten Bauch scheinen. Wie lässt man also am besten einen Faulpelz wie mich an der Sommerlandschaft teilhaben? Na logo, mit dem Fahrrad natürlich! Ein passender Aufsatz musste also her.

Gesagt, getan. Ehe ich mich versah, wurde ich aus meinem schönsten Sommernachtstraum gerissen und mit einem beherzten Griff in ein ovales Weidenkörbchen auf dem Gepäckträger befördert. Hui, das war ganz schön hoch und auch noch so wackelig! Das sollte Isabell vielleicht noch üben. Prompt warf sie mir einen Blick über die Schulter zu – ja, ich sitze noch drin! Den Platz an der Sonne gebe ich auch so schnell nicht wieder her: Die Nase in den Fahrtwind recken, zur Abwechslung mal auf andere herabblicken (ätsch!) und lauter „Oh, wie süß!“-Kommentare einheimsen. So gefällt mir der Sommer! Und bei so viel frischer Luft schläft es sich hinterher gleich doppelt so gut.

Foto: Bettina und Isabell Golde

25 7 / 2014

Ben&Jerry’s Eis kennt jeder als das leckere, milchige und zudem Fair-Trade gehandelte Eisvergnüngen aus dem knuffigen Becher mit lustigen Bezeichnungen wie „All or Nut-ting“, „Karamel Sutra“ oder „Chunky Monkey“. Leider kommt dazu noch das Prädikat kostspielig, welches allerdings am 31.7. am StrandDeck in Bochum (unweit der RUB am Kemnader See) keine Rolle spielt: Es gibt Eis umsonst!

Von 14-20 Uhr wird das Gratis-Eis im schönen StrandDeck verteilt, wo man im Sand und zu Livemusik von Treetop Flyers chillen kann. Das bedeutet also unterm Strich: Doppelt gutes Gewissen, einmal gegenüber dem Geldbeutel und einmal gegenüber der Umwelt, denn die wird durch Ben&Jerry`s ja laut Firmenpolitik so wenig wie möglich belastet.

Und es bleibt nicht nur beim Termin in Bochum: Am 30. Juli kann man im Treibgut in Düsseldorf Eis für lau abgreifen, am 1. August dann in Dortmund vor der Skatehalle und am 2.8. in Münster am Coconut Beach.

24 7 / 2014

Hoffentlich kriegt er wenigstens ne dicke Bonuszahlung dafür. #ichsehdich #essen

Hoffentlich kriegt er wenigstens ne dicke Bonuszahlung dafür. #ichsehdich #essen